Amerikaaustausch 2009, ein Abenteuer in 3 Akten
1. Akt – Boston in the rain
Auch ein von heftigsten Turbulenzen geprägter Rückflug konnte die überaus positiven und eindrücklichen Erlebnisse der diesjährigen Austauschgruppe nicht trüben. Mit dem Abflug drei Wochen zuvor bei grauem Regenwetter in Stuttgart hatten sich die 13 Mädels, 7 Jungs und Lars Köhler in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang gewagt, denn für die allermeisten waren die Vereinigten Staaten, besonders aber das Hauptziel Vermont, ein unbeschriebenes Blatt. So kam es gerade recht, dass wir zur Eingewöhnung wie auch zum gegenseitigen Kennenlernen erst einmal zwei Nächte im recht europäisch anmutenden Boston verbrachten. Dort empfing uns freundlich die amerikanische Organisatorin und Deutschlehrerin Barbara Miceli, deren offene und immer nette Art sofort alle nachhaltig beeindruckte. Noch ein anderer Lehrer der Burr and Burton Academy in Vermont stieß am folgenden Tag zu uns. Rob Hunter, aufgewachsen in Boston nahm uns mit viel Humor mit auf eine Reise durch die bewegte Geschichte der Wiege der amerikanischen Unabhängigkeit. Entlang des „Freedom Trail“, einem geschichtlichen Stadtru
ndgang hörten wir von Krieg und Frieden, Siegen und Niederlagen. Das ganze jedoch bei unbeschreiblichem Regen, der manchem mit durchnässten Schuhen das Leben schwer machte.
Der folgende Rundgang auf dem „Harvard-Campus“ und das Einkaufen im zugehörigen „Souvenir-Land“ erschwerten eine „Jetlag“-bedingte Müdigkeit, die manchen an diesem Abend nicht mehr alt werden ließ. In freudiger Erwartung auf den nun folgenden zweiten Teil unserer Reise verließen wir am nächsten Morgen Boston nach einem Besuch im „John-F.-Kennedy-Museum“ mit dem gelben Schulbus der Burr and Burton Academy gen Vermont.
2.Akt – Vermont, experiencing a new Way of Life
Schon das uneingeschränkt herzliche „Welcome“ auf den Plakaten, die jeder Amerikaner für seinen Austauschpartner gestaltet hatte war neben dem Abendessen, welches die Eltern zu unserem Empfang in der Schulcafeteria auf die Beine gesellt hatten ein ausreichender Beweis, das wir hier auf jeden Fall richtig waren. Auch Schulleiter Mr. Tashjian hieß uns an diesem Abend und vor allem am nächsten Montagmorgen während der wöchentlichen Versammlung(„Assembly“) herzlich Wilkommen und stellte mehrmals heraus wie froh er um diesen seit 1981 bestehenden Austausch sei. Die folgenden Tage dienten zur Eingewöhnung in das amerikanische Schulsystem, was den meisten wegen des sehr angenehmen Unterrichtsstils und der zumeist
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freundlich interessierten Lehrer keine Schwierigkeiten bereitete. Auch die Familien waren sehr bemüht ihren Austauschschülern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Es wurde in den folgenden Tagen ein Pfannkuchenfrühstück, Apfelpflücken- und Verarbeitung und Kanufahren bei stürmischer Wetterlage organisiert. Für jeden war etwas dabei, zumal die Besuche bei Spielen der schuleigenen „Football-, Soccer-, und Hockeyteams“ sowie andere Aktivitäten wie Bowling und zahllose Besuche bei Dunkin' Donuts das Programm abrundeten. Gegen Ende unserer Zeit in Vermont stand noch der Besuch der Haupstadt des Nachbarstaates New York, Albany und ein Nachmittag in einer „Shopping-Mall“ auf dem Programm, wobei hier die Dollars nur so flatterten. Es hätte nicht zum überaus schönen Programm gepasst, wenn unser Abschiedsabend nicht auch wieder bestens organisiert gewesen wäre. Er war es. Im Restaurant der Familie einer amerikanischen Austauschpartnerin wurde erst sehr gut gegessen und danach wollten wir als Deutsche unseren Dank und unsere Begeisterung über zwei perfekte Wochen mit einigen Darbietungen wie typisch deutschen Liedern und Tänzen ausdrücken. Auch wollten wir noch mal zum Ausdruck bringen, dass es keine Selbstverständlichkeit gewesen war, uns so herzlich aufzunehmen. Wieder mit dem gelben Schulbus und seiner quirligen Fahrerin machten wir uns am folgenden Tag mit gefühlt Hunderten von Koffern auf, den letzten Gipfel unserer Reise zu erklimmen, New York City.
3.Akt – New York City, the city of our dreams
Als wir das erste Mal die in Sonnenlicht getauchte „Skyline“ erblickten schien uns der „Big Apple“ förmlich zu erwarten. Geräuschvolle Freude im Bus zeigte auch unsere gespannte Erwartung.
Die Stadt in wenigen Sätzen beschreiben zu wollen scheitert an ihrer Vielschichtigkeit und schier unglaublichen Fülle an Geräuschen, Gerüchen und visuellen Eindrücken. Deshalb sei hier nur angemerkt, dass ein jeder in der Austauschgruppe bestätigen würde, dass dieser scheinbare Nabel der Welt zum Pflichtprogramm eines jeden Besuchs in den Staaten gehören sollte. Wir pickten uns die folgenden Höhepunkte als Programm

heraus: Die Aussichtsplattform des „Rockefeller-Center“ bei Nacht, den „Central Park“, „Fifth Avenue“, „Ground Zero“ und „Times Square“ mit Musical „The Lion King“, „Liberty Island“ und „Ellis Island“ sowie am letzten Tag das „Headquarters“ der Vereinten Nationen. Alles in allem war diese Stadt Schnelllebigkeit pur und in 4 Tagen nur ansatzweise kennen zu lernen. Der Rückflug mit einiger Verspätung und den zu Beginn erwähnten Turbulenzen war allen noch anzusehen als wir am ersten Tag der Herbstferien dann unsere Familien und Freunde am Stuttgarter Flughafen wieder in die Arme schließen konnten. Der von Frau Miceli und Herrn Köhler exzellent geplante Austausch, noch einmal ein dickes Dankeschön an die Beiden, war ein unvergessliches Erlebnis. Neue Freundschaften und tolle Eindrücke werden sicherlich viele von uns bewegen, wieder einmal ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zurückzukehren.
USA-Austausch-Programm - allgemeine Information
hier gehts zur offiziellen Homepage des USA-Austauschprogramms mit vielen Bildern, Statements etc.

Panoramablick auf die Burrburton-Academ
Der Austausch mit der Burr & Burton Academy in Manchester im State Vermont findet alle 2 Jahre schon seit 25 Jahren statt.
Jeder, der in die 10., 11. oder 12. Klasse geht, kann sich für den Austausch bewerben.
Die High-School liegt auf einem Berg, mit Blick auf das Tal und die kleine Stadt Manchester.
Die deutsche Gruppe geht im Oktober und November für 3 Wochen nach Vermont. Zuerst hat die Gruppe einen 3-tägigen Aufenthalt in Boston, dann einen 2-wöchigen an der Schuleund schließlich noch 3 Tage inNew York.
Die amerikanische Gruppe kommt im Juni, Juli des darauf folgenden Jahres nach Deutschland.
Ihre Stationen waren dieses Mal zuerst Koblenz, dann 2 Wochen in Stuttgart und schließlich noch München.
Ziel dieses Austauschs ist es ganz klar die eigenen Englischkenntnisse anzuwenden und zu verbessern, aber auch das Leben in einer amerikanischen bzw. deutschen Familie kennen zu lernen.
Burr and Burton Academy: Homepage